DER MOTIVTORTENBODEN :: AUF DEM WEG ZUR PERFEKTEN TORTE

Ihr Lieben,

ich hab euch hier schon darauf vorbereitet, dass ihr in nächster Zeit etwas häufiger von Tortengrundlagen und -experimenten lesen werdet. Und heute ist es soweit.

Wer eine Torte backen mag, der sollte ja nicht erst bei der Deko außen dran anfangen, sich Gedanken zu machen. Klar, Motivtorten sind dazu gedacht, schick auszusehen und alle zu beeindrucken. Aber meiner Meinung nach kann es nicht schaden, wenn auch das Innenleben ein bisschen was hermacht. Deshalb habe ich viele Rezepte zusammengetragen und jetzt einfach mal eines ausprobiert. Ziel war, die Textur nicht ganz so locker wie bei einem Biskuit zu haben – immerhin muss ja auch ein wenig Gewicht getragen werden. Jedenfalls: spontane Entscheidung für ein Rezept und kaum war genug Zeit, schon ging es los. Und was soll ich sagen? Ich bin verliebt.

Wir wollen ja mal nicht so sein – natürlich behalte ich die ganze Liebe und wie es dazu kam nicht einfach für mich sondern lasse euch daran teilhaben. Glück ist das einzige, was sich verdoppelt wenn man es teilt (Notiz: Zehn Euro in der Wortspielkasse sind verbucht!).

Was ihr dafür braucht? Ich habe dafür mal eine Grafik vorbereitet (weitere fünf Euro…)

IMG_0032Einfache Zutaten, einfache Herstellung. Was ihr tun müsst?
Zuerst schlagt ihr für ungefähr 5 Minuten mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe die Eier mit Zucker und ein wenig Vanillezucker schaumig. Dabei verändert sich die Farbe – die Masse wird sehr hell, fast cremefarben. Im Anschluss siebt ihr Mehl und Backpulver über die Eimasse und arbeitet beides gut ein. In einem separaten Gefäß muss die Sahne steif geschlagen werden (das klappt am besten, wenn die Sahne direkt aus dem Kühlschrank kommt). Zuletzt wird also die Sahne mit einem Teigschaber vorsichtig unter den Teig gehoben – es muss eine homogene Masse entstehen aber Vorsicht: nicht mehr als unbedingt nötig schlagen!

Die Zutaten sind für zwei Springformen à 20cm ausgelegt. Intelligenterweise hatte ich natürlich vor lauter Spontaneität meine kleine Springform irgendwem ausgeliehen und keine da. Aber einfach auf eine 26er Form auszuweichen kam auch nicht in Frage. Zum Glück war ein verstellbarer Edelstahluniversaltortenring da (ich weiß, man schreibt das nicht ganz so – aber sieht das nicht schön aus?). Und da ich der youtube-Video-Experte in Sachen Torten backen bin, hab ich mich daran erinnert, dass das gar nicht das allerschlechteste ist. In einem solchen Ring backt der Boden gleichmäßiger durch und es ist weniger wahrscheinlich, dass er wellig ausbackt.

Kleiner Exkurs zum „Im Tortenring backen“:
Natürlich ist es ratsam, die Form mit Backpapier auszukleiden, da sie von unten nicht komplett verschlossen ist. Dazu legt ihr die Form – so groß eingestellt, wie ihr den Kuchen gern haben möchtet – auf ein Backpapier und zeichnet sie nach. Dann schneidet ihr das Ganze aus, jedoch nicht direkt auf der Linie sondern mit Zugabe von ungefähr zwei Zentimetern. Im nächsten Schritt schneidet ihr den Kreis im Abstand von wiederum etwa 2 Zentimetern von außen nach innen ein, sodass ihr die gezeichnete Linie erreicht. Reibt am besten ein Backblech oder ein anderes Blech, auf dem ihr backen wollt, mit etwas Fett ein (ich habe hier Palmin Soft genommen, im Prinzip geht aber jedes andere auch). Ihr könnt jetzt den Backpapier-Zuschnitt in die Form geben und unten auf der gefetteten Fläche befestigen. Die kleinen Stückchen, die ihr überstehend eingeschnitten habt, lassen sich in der Form nach oben klappen und verhindern auf diese Art ein Auslaufen. Zuletzt schneidet ihr einen etwa 5 Zentimeter breiten Streifen in der Länge des Umfangs eurer Form zurecht, streicht diesen wieder mit etwas Fett ein und legt ihn an die Innenseite des Rings. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Sollten Fragen sein, dann kommentiert gern und ich mach euch eine Schritt-für-Schritt bebilderte Anleitung.

Weiter im Backtext:
Wenn der Teig fertig ist, dann füllt ihr ihn in die vorbereitete Form (entweder ihr habt zwei Tortenringe zur Verfügung oder ihr müsst – logischerweise – in zwei Schritten backen). Im auf 160 Grad vorgeheizten Backofen ist der Boden in 45 Minuten fertig – macht aber auf jeden Fall die Stäbchenprobe, Backofen ist ja nicht gleich Backofen. Wenn die Stäbchenprobe positiv ist, sollte der Boden aus dem Ofen und abkühlen. Wichtig auch, das Backpapier vor der Weiterverarbeitung unbedingt zu entfernen (nicht, dass hier noch Beschwerden kommen. Es soll ja nicht heißen, ich hätte nicht gewarnt).

in Love with a TorteDas Ergebnis sieht so aus. Wie gesagt, es ist Liebe. Leider kann ich euch nicht beschreiben, wie sich der Boden anfühlt aber es ist zu fühlen, wenn der Boden aus dem Ofen kommt und man ihn leicht eindrückt. Ganz nebenbei zeigt das Foto, wie ihr den runden Backpapier-Zuschnitt einschneiden muss.

Und was erwartet euch und mich als nächstes? Die Böden schneiden, befüllen, fondanttauglich machen, Torte mit Fondant überziehen, dekorieren, fertig! Ich halt euch auf dem Laufenden und verspreche, nicht nur noch über Torten zu bloggen!!!

Bis dahin wünsch ich euch eine schöne Zeit,
♥♥♥

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